Gasthaus Mühle - Familie Ganahl

A - 6781 Bartholomäberg Innerberg

Mühleweg 11 / Tel. +43 - 5556 - 73 112

info@gasthaus-muehle.at

www.gasthaus-muehle.at

Gasthaus Mühle - Familie Ganahl

A - 6781 Bartholomäberg Innerberg

Mühleweg 11 / Tel. +43 - 5556 - 73 112

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Wasser und Holz - die Geschichte(n) der Mühle.

1789 wird in einem Kaufvertrag von Johann Michael Ganahl erstmals das Haus "Mülly" erwähnt. Vor mehr als 200 Jahren muss hier, wo das heutige Gasthaus Mühle steht, also bereits tatsächlich eine Mühle gestanden haben. Auch die Wasserkraft spielte von Anfang an eine Rolle - so wurde der Hugelbach genutzt, um eine Säge anzutreiben.

1856 tauchen dann die nächsten Dokumente auf. Der Neubau einer Mahl- und Sägemühle wird genehmigt. Aus Anmerkbüchlein für die Jahre 1835, 1837 und 1839 erfahren wir heute, was damals z.B. ein halbes Kilo Korn kostete - nämlich 3 Gulden. Diese damals errichtete Mühle mit einem Mahlstein war übrigens bis 1952 in Betrieb.


1880 wird dann auch die Säge errichtet.


1892 erfolgte dann durch Anton Ganahl, den Urgroßvater von Heinz die Gründung der Gastwirtschaft

Anfang des 20. Jahrhunderts war das Ausflugsgasthaus bereits ein beliebter Zielpunkt vieler Wanderungen. Der aufkommende Tourismus beflügelte das Geschäft. Ein altes Inserat von 1908 preist die damals noch Gasthaus "Innerberg" genannte Wirtschaft an.
1913 kam der Strom in die Mühle. Mit dem Bau des ersten Elektrizitäts-Kraftwerks direkt im Gasthaus-Gebäude begann die Nutzung des Bachs auch als Stromlieferant. Das Wasser des Inneren Hugelbaches trieb ein oberschlächtiges Wasserrad an und dieses die Mühle. Mittels einer Transmission (Riemenantrieb) wurde ein kleiner Dynamo (Gleichstromgenerator) angetrieben.

Das Wasser wurde teilweise mit alten Eisenrohren geführt, die man als Industrieabfall von hiesigen Strickereien erhalten hatte. Mit der Zeit wurde ein größerer Dynamo angeschafft und die Ortschaft (23 Objekte) mit Gleichstrom 220V für Licht in Haus und Stall versorgt. Abgerechnet wurde nach der Zahl der Glühlampen - meist nur 25 Watt stark. Bügeleisen durften nur tagsüber verwendet werden, für den Anschluss von Motoren war die Kraft überhaupt zu gering.
Der letzte, der die Wirtschaft am Abend verließ, drehte die Düse am Peltonrad des Kraftwerks stark zurück, damit die Drehzahl und damit die Spannung über Nacht nicht zu stark stieg. Die Folge wären durchgebrannte Lampen gewesen.

1945 riss eine Lawine Waschküche, Saal und Säge weg.

Nach dem 2. Weltkrieg konnte das kleine Mühle-Kraftwerk den Strombedarf von Innerberg nicht mehr decken. Der Ort wurde nach und nach an die Stromversorgung durch die Montafonerbahn angeschlossen.

1960 wurde die Gastwirtschaft von Eugen Ganahl (dem Vater von Heinz) übernommen, der vier Jahre später auch die komplette Erneuerung und Verstärkung des Elektrizitätswerks in Angriff nahm, um auch künftig dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden.Das Werk selbst wurde diesmal im Margreta-Tobel unterhalb der Säge gebaut und brachte von Anfang an die gewünschte Leistung von 21 kWh. Genug Strom, um den Überschuss sogar in das Netz der Montafonerbahn einzuspeisen.

1973 wurde das Wasserreservoir auf 80 Kubikmeter erweitert.

1976 erfolgte auch im Gasthaus Mühle eine sichtbare Erweiterung - der heute noch bestehene "Saal" - also das Restaurant wurde gebaut.

1979 stirbt Konrad Ganahl - Heinz's Großvater - im Alter von stolzen 99 Jahren.

Doch die Geschicke der "Mühle" blieben eng verbunden mit dem Bach-Kraftwerk.

1984 wurde das Stromkraftwerk am Dämaweg neu gebaut - diesmal mit einer Leistung von 46 kWh.
Zwei Jahre später war auch wieder im Gasthaus Mühle selbst eine Renovierung angesagt - die Küche wurde komplett erneuert und die Gästezimmer errichtet

1990 wird noch das Stallgebäude neu errichtet, bevor Eugen Ganahl im Alter von nur 62 Lebensjahren verstirbt.

1993 entsteht die wunderschöne Aussichtsterrasse vor dem Gasthaus. Lagerräume und Wäscherei werden ebenfalls erweitert.

1995 werden die Garagen errichtet und im Jahr 2000 zusätzliche Gästezimmer. Auch technisch wird in Richtung "heimisch und nachhaltig" aufgerüstet. Die Mühle erhält eine Biomasse Heizanlage mit einer Nennwärmeleistung von 40 kWh.

2007 wird unweit des Gasthofs ein Appartementhaus mit 6 fix vermieteten Wohnungen errichtet. Die exklusiv ausgestatteten Domizile werden über eine zentrale Biomasse-Heizanlage und keramischen Strahlungsflächen in der Gestalt von Kachelöfen in jeder Wohnung beheizt.